Empowerment beschreibt den Prozess der Selbstbemächtigung. Menschen, die Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren, sollen ermuntert werden, ihre Ressourcen zu nutzen, um eigenständig ihre Lebenssituation zu verbessern.

Oftmals ist jedoch die Folge von Diskriminierung, dass betroffene Personen Benachteiligungen annehmen und die Schuld bei sich selbst suchen. Diskriminierendes Verhalten oder diskriminierende Strukturen werden dann nicht mehr in Frage gestellt, sondern als unveränderliche Tatsache angenommen. Hier möchten wir mit unserer Arbeit ansetzten: Menschen sollen ihre eigenen Stärken (wieder-)erkennen und nutzen.

Äußere Impulse können hilfreich sein, um eine innerliche Ohnmacht zu überwinden. Wir möchten Personen ermutigen und ihnen Möglichkeiten und Wege aufzeigen, um sich selbst gegen Diskriminierung wehren zu können. Wir möchten, dass sich diese Menschen wieder selbst als handelnde Akteur*innen in unserer Gesellschaft wahrnehmen. Deshalb wollen wir den Menschen Raum geben, um ihre Interessen eigenständig und selbstbestimmend vertreten zu können.

Netzwerkarbeit ist dabei sehr hilfreich, Menschen mit ähnlichen Erfahrungen können zusammengeführt werden. Der Austausch von Erlebnissen, Interessen und Informationen ist zum einen sehr bereichernd und zum anderen wird so Raum geschaffen, um Diskriminierungserfahrungen thematisieren und verarbeiten zu können.